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ULB: Vollflächige Messung für eine gleichbleibende Glaswollequalität

Wie GreCon DIEFFENSOR das Flächengewicht von Glaswollmatten inline und berührungslos misst – und so zur Optimierung von Materialverteilung, Qualität und Effizienz beiträgt.

  • Veröffentlicht 28. April 2026
In den 1960er Jahren wurde die erste Glasfaserproduktionsanlage mit dem Dämmstoff FIBREX gebaut.

Über ULB – kontinuierliche Innovation seit 1872

Die Glashütte Lesní Brána wurde 1872 gegründet. Am Standort Dubi im tschechischen Erzgebirge wurden typische Glasprodukte wie Getränkeflaschen, Flachglas oder Glasblöcke hergestellt. Mitte der 1960er Jahre erfolgte der Bau der ersten Produktionslinie für den aus Glassfaser hergestellten Dämmstoff “FIBREX”. In über 50 Jahren der Glaswolleproduktion fanden 1993 und 2013 zwei große Veränderungen in der Zerfaserungstechnologie statt.

Steigende Heizkosten und eine erhöhte Energieeffizienz sind Wachstumstreiber der Branche. Die tschechische Regierung fördert die energetische Verbesserung und Sanierung von Neu- und Altbauten. Diese Faktoren führen zu einer großen Nachfrage nach Dämmstoffen. Durch kontinuierliche Innovation und Verbesserung des Produktionsprozesses konnte ULB einen hohen Qualitätsstandart erreichen, was den Erfolg des tschechischen Traditionsunternehmens ausmacht.

Schmelzofen in einer industriellen Umgebung
Die Rohstoffe werden bei fast 1.300 °C geschmolzen, um Glas mit einer definierten chemischen Zusammensetzung zu erzeugen – die Grundlage für hochwertige Glaswolle-Dämmstoffe.

Die Produktion - vom Sand zum Dämmstoff

Die erforderlichen Rohmaterialien (Sand, Kalkstein, Natriumkarbonat, Altglas etc.) werden im Mischbehälter gemischt und dem Schmelzofen zugeführt, wo sie bei ca. 1.300 °C zu Glas mit einer definierten chemischen Zusammensetzung geschmolzen werden. Das flüssige Glas wird durch einen sogenannten Spinner mit tausenden kleinen Öffnungen in der Wand gepresst. Die Fasern, die durch die Drehbewegung entstehen, werden mit Hilfe von Druckluft weiter bis zum Endprodukt verdünnt. Anschließend wird den Fasern eine kleine Menge Bindemittel beigemischt. Nach dem Binden folgt die Aushärtung in einem Härteofen bei ca. 200 °C. Die Dicke und die Dichte des Produkts kann an die genauen Einsatzanforderungen angepasst werden. Im Anschluss wird die Glaswolle entsprechend der gewünschten Form und Größe zurechtgeschnitten.

 

Unsere Lösung für ULB

Materialverteilung als wichtige Stellschraube

Eine Herausforderung bei der Produktion sind die Komplexität des gesamten Produktionsprozesses bei präziser Einstellung aller Produktionsparameter sowie die Sensibilität der Produktqualität bei einer großen Produktpalette. „Wir produzieren ca. 100 verschiedene Produkte – Rollware und Platten mit unterschiedlichen Dicken, Breiten und Dichten –, 365 Tage im Jahr und 24 h am Tag.“ erklärt Pavel Gromus (ULB). Die Vielzahl der Produkte und die dadurch entstehenden Variablen machen die Steuerung der Produktion nach Augenmaß und Bauchgefühl des Bedieners unmöglich. Eine der größten Herausforderung bei der Herstellung ist die gleichmäßige Verteilung des Fasermaterials vor der Aushärtung. Ist zu wenig Fasermaterial in der Glasfasermatte, hat die fertige Dämmstoffplatte eine zu geringe Dämmleistung und erfüllt nicht die europäische Norm für Mineralfaserdämmstoffe (DIN EN 13162:2001-10). Das führt wiederum zu teuren Reklamationen. Die Folgen sind neben erhöhten Kosten vor allem ein Image-Schaden. Wird auf der anderen Seite zu viel Fasermaterial verwendet, wird kostbares Material verschwendet.

Um eine exakte Verteilung des Materials zu gewährleisten, ist eine genaue Überprüfung des Flächengewichts der Glaswollematte nötig. Mit Hilfe von hochmoderner Röntgentechnik überprüft der DIEFFENSOR vollflächig und berührungslos das Flächengewicht des Messgutes. Die Flächengewichtsmessung wird auf die Produktionsbedürfnisse angepasst. Neben dem aktuellen Querprofil lässt sich auch ein Langzeittrend in Produktionsrichtung generieren. Ebenso stehen verschiedene statistische Auswertungen zur Analyse der Materialverteilung zu Verfügung. Schwankungen werden sichtbar und können durch die Anlagensteuerung reguliert werden.

Technische Details zu unserer Lösung

Vollflächige und berührungslose Flächengewichtsmessung des Messguts

Optimierung des Materialeinsatzes dank Längs- und Querprofil-Analyse

Material, Bindemittel und Energie lassen sich deutlich reduzieren.

Hohe Genauigkeit und Flexibilität durch sehr feine Auflösung

Fremdkörpererkennung zum Schutz vor Schäden (z. B. Hot-Spots, Wet-Spots etc.)

Bedienfeld des GreCon-Messsystems
Das Bedienfeld visualisiert die Materialverteilungsdaten des GreCon DIEFFENSOR, sodass das Bedienpersonal Schwankungen frühzeitig erkennen und den Prozess auf der Grundlage zuverlässiger Messwerte anpassen kann.

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