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Schwihag: Brandschutz für Abluftkanäle

Wie GreCon Funken und glimmende Partikel in Abluftkanälen erkennt und Zündquellen automatisch löscht, bevor sich Kanalbrände entwickeln können.

  • Veröffentlicht 28. April 2026

Schwihag - individuelle Systemlösungen für Gleis- und Weichentechnik

Die Schwihag AG entwickelt und produziert seit mehr als 50 Jahren anspruchsvolle und komplexe Systemlösungen für die Gleis-, Weichen- und Fahrbahntechnik.

Weltweit vertrauen Eisenbahnen, U-Bahnen und Straßenbahnen auf die innovativen und lösungsorientierten Produkte aus der Schweiz. Am Produktionsstandort in Leipzig, welcher im Jahr 2008 eröffnet wurde, werden allein 210 Mio. Teile hergestellt. Hauptprodukt ist die aus Stahl gefertigte Schienenbefestigungsklammer, ein Kernelement im Gleisbau. Die Schienenbefestigung hat eine herausfordernde Aufgabe. Hohe Kräfte auf vielbefahrenen Streckenabschnitten in Verbindung mit schwankenden Temperaturen stellen eine intensive werkstofftechnische Herausforderung dar. Um den extremen Belastungen standhalten zu können, wird das Produkt vergütet.

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Brand- und Explosionsgefahren

Vergüten - Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Metalls


Durch das Vergüten werden die Gebrauchseigenschaften von Stahl hinsichtlich Festigkeit, Zähigkeit und dynamischer Dauerfestigkeit verbessert. Der Stahl wird dafür unter Schutzgas auf seine Härtetemperatur erwärmt und anschließend in einem Härtebad abgekühlt. Die gewünschten Gebrauchseigenschaften erhalten die gehärteten Bauteile durch den sich anschließenden Anlassprozess. Diesen Prozess durchlaufen auch die Produkte der Schwihag AG.

Im Rahmen der notwendig gewordenen Kapazitätserweiterung wurde auch eine Erneuerung der Abluftanlage in Auftrag gegeben. Diese wurde von der Firma Acritudo Systems GmbH, Experte für Abluft- und Filteranlagen, konzeptioniert und durchgeführt. Die Abluft wird bei diesem Prozess aus den Härteöfen über zwei getrennte Rohrleitungen aus der Produktionshalle abgeführt.

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Beim Abschrecken bilden sich Flammen, die zu Problemen in der Abgasanlage führen können.

Unbekannte Gefahr in der Absaugleitung

Die Wärmebehandlung ist sehr energieaufwändig. Sowohl das beim Härten entstehende Abluftgemisch aus Rauchgas und Öldämpfen, das aus der Ölabschreckkammer entweicht als auch die trockenen Verbrennungsgase aus den Gasbrennern müssen abgeführt werden. Die durch den Überdruck aus der Abschreckkammer entweichenden brennbaren Prozessgase und Öldämpfe werden an den Überdruckklappen der Abschreckkammer gezielt entzündet, damit keine brennbaren Gase mehr in der Abluft vorliegen. Grundsätzlich stellt diese allgemeine Flammenbildung keine Gefahr dar. Das Risiko bilden Ablagerungen von nicht verbrannten Rückständen (Harze, Fette oder Ölanteile), die sich in der Absauganlage an kühleren Stellen der Rohrleitungswand absetzen und damit eine hohe Brandlast bilden.

Die folgende Tabelle zeigt die Heizwerte und Dichten sowie die daraus resultierenden Heizwerte von verschiedenen Stoffen. Zum Vergleich: Benzin hat einen Heizwert von 43,9 kj/g.

Die Abgasleitungen der Absauganlage sind durch die GreCon-Funkenrohrlöschanlage geschützt.

Unsere Lösung für Schwihag

Bei der Vermeidung gefährlicher Brände gilt es, Brandereignisse schnellstmöglich zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Um einen Brand in der Absaugleitung zu unterbinden, müssen Zündinitiale wie Funken und Glimmnester so früh wie möglich detektiert werden. Dazu wurden bei Schwihag hochsensible Funkenmelder in der Rohrleitung verbaut. Innerhalb von Millisekunden kann die nachgeschaltete Löschautomatik Gefahrenquellen ablöschen.

Als ergänzende Schutzmaßnahme wurde eine weitere Löschautomatik am Anfang der Sammelleitung installiert. Über Alarmschwellen kann diese angesteuert werde. Folgen 30 Sekunden nach der ersten Meldung und Löschung noch weitere Funken, wird die Rohrbrandlöschung ausgelöst. Somit ist die Anlage in der Lage, Brände in der Rohrleitung vollautomatisch abzulöschen.

„Die GreCon-Wassernebel-Rohrlöschanlage gibt uns Sicherheit, dass wir zukünftig keine Brände in den Abluftleitungen haben werden“, fasst Frank Laubert, kaufmännische Leitung, zusammen. Bei einem impulsartigen Löschvorgang werden lediglich kurze Löschstöße in Form feinstverdüstem Wassers (Tröpfchengröße ca. 80-100 Mikrometer) in die Rohrleitung eingebracht. Diese geringe Wassermenge hat keine Auswirkungen auf die laufende Produktion. Das Wasser verdunstet und wird zum Großteil mit dem Rest der Abluft aus der Halle gefördert.

Die Installation erfolgte als Komplettmontage. Dabei hat GreCon neben der Montage und Inbetriebnahme der Anlage auch begleitende Arbeiten wie Wasserverrohrungen geplant und durchgeführt. „Die Installation lief sehr zufriedenstellend ab. Eine kurze Wartungspause hat ausgereicht, die Anlage vollständig in Betrieb zu nehmen“, beschreibt Laubert.

Die Projektierung der neuen Abluftanlage durch die Firma Acritudo Systems GmbH ermöglichte es im Zusammenhang mit einer GreCon-Wassernebel-Rohrlöschanlage, den vorhandenen Abluft-Nasswäscher durch einen elektrostatischen Abluft-Ölabscheider zu ersetzen. Dies führte zu erheblichen Kostensenkungen durch Einsparung der Wartungs- und Pflegekosten für den Wasserkreislauf des Nassabscheiders. Auch konnte mit Einsatz eines neuen frequenzgeregelten und leistungsangepassten Abluftventilators eine erhebliche Energieeinsparung von 75% zur Altanlage erzielt und der Wasserverbrauch der Schwihag um 50% reduziert werden.

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Funktionsprinzip der Rohrfeuerlöschanlage.

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